Père Albert Gin

Ich kannte bisher nur billigen Gin aus Supermaerkten in Deutschland und der war einfach eine undefinierbare Ploerre, die auch muffig schmeckte (vielleicht vergleichbar mit einem schlechten Wit, das bei falscher Dosierung der Kraeuter, und falscher Hefe, danach schmeckt, wie alte Socken riechen). Das war auch der Grund, warum ich, wenn man mir Gin anbot, IIIIEEEH, NEIN DANKE! sagte.
Beim letzten Belgien-Bier-Shopping Trip bin ich dann doch mit wehenden Fahnen ueber meine Vorurteile gesprungen und habe beim Getraenkehaendler meines Vertrauens (spezialisiert auf Bier, von anderer Alkoholika nur wenige ausgewaehlte Produkte im Angebot… und hatte mich auch schon mit seinem Wein und Champagner ueberzeugt) eine Flasche Gin von Père Albert gekauft.
Nun habe ich nachwievor keine Ahnung von Gin und kaum Vergleichsmoeglichkeiten, trotzdem kann ich sagen, dass mich dieser Gin positiv ueberrascht hat. Diese schier unglaubliche Frische hat mich wirklich beeindruckt! Kein Einheitsbrei, keine kuenstliche Aromatik. Lebendige, intensive Kraeuter. Der Wacholder sticht hervor, nimmt Kreuzkümmel, Koriander, Limettenschale und Rosenblüten aber wunderbar mit…

Gin scheint nun schon seit einiger Zeit en vouge zu sein. Es gibt einige Brauer, die inzwischen ihren eigenen Gin anbieten. Ich konnte in Belgien auch feststellen, dass dort Vodka und Whisky von Gin in den Getraenkemaerkten dominiert wird.

… und die Moral von der Geschicht‘? Meine letzte Flasche Gin bleibt diese nicht.