Archiv für Dezember 2015

Performance of the day [New Order / Elly La Roux]

Père Albert Gin

Ich kannte bisher nur billigen Gin aus Supermaerkten in Deutschland und der war einfach eine undefinierbare Ploerre, die auch muffig schmeckte (vielleicht vergleichbar mit einem schlechten Wit, das bei falscher Dosierung der Kraeuter, und falscher Hefe, danach schmeckt, wie alte Socken riechen). Das war auch der Grund, warum ich, wenn man mir Gin anbot, IIIIEEEH, NEIN DANKE! sagte.
Beim letzten Belgien-Bier-Shopping Trip bin ich dann doch mit wehenden Fahnen ueber meine Vorurteile gesprungen und habe beim Getraenkehaendler meines Vertrauens (spezialisiert auf Bier, von anderer Alkoholika nur wenige ausgewaehlte Produkte im Angebot… und hatte mich auch schon mit seinem Wein und Champagner ueberzeugt) eine Flasche Gin von Père Albert gekauft.
Nun habe ich nachwievor keine Ahnung von Gin und kaum Vergleichsmoeglichkeiten, trotzdem kann ich sagen, dass mich dieser Gin positiv ueberrascht hat. Diese schier unglaubliche Frische hat mich wirklich beeindruckt! Kein Einheitsbrei, keine kuenstliche Aromatik. Lebendige, intensive Kraeuter. Der Wacholder sticht hervor, nimmt Kreuzkümmel, Koriander, Limettenschale und Rosenblüten aber wunderbar mit…

Gin scheint nun schon seit einiger Zeit en vouge zu sein. Es gibt einige Brauer, die inzwischen ihren eigenen Gin anbieten. Ich konnte in Belgien auch feststellen, dass dort Vodka und Whisky von Gin in den Getraenkemaerkten dominiert wird.

… und die Moral von der Geschicht‘? Meine letzte Flasche Gin bleibt diese nicht.

Song of the day [Eyehategod]

antinomie

Just when I thought I was out, they pull me back in…
Groesster beer-shopping-trip evaaaa. 1 Tag, 1 Kleintransporter, 1000+km, 3 Shops und Dauerregen.

Het Uiltje Casked Series

Bier ist Bier… ist Bier und die ganzen Whalezzz langweilten eigentlich auch nur in letzter Zeit… Es gab, gibt, gibbet eine Ausnahme: die Casked Series von Het Uiltje… genauer gesagt: Die Whisky-Biere. Dat Barley Wine Peer Pressure verspricht viel, ist aber einfach nur nett und easy peasy drinkable… und nicht die verlangten Euro wert, zumindest fuer jemanden, der Grenzerfahrungen sucht (guilty as charged)…. auch wenn ich unter dessen Einfluss 1h Tanzkurs bei einer Sendung auf ZDF XYZ akribisch mittanzte (is that a word?) und seitdem THE DAKOTAS auch physisch adequat begeistert verfolgen kann…
Okay… Bowmore, Ledaig, Clynelish (besonders no. 1 &, mit Abstrichen, 2) sind einfach nur brutal assault. Da ist nix mit subtilen Whisky-Noten, das geht durch die Decke und bringt den geneigten Bier-Nerd an dessen Grenzen. Voll auf die 12 und, ob gewollt oder nicht, ich liebe das! Bourbon Barrel-Aged ist schon laenger der Shiat bei Beer-Nerds, die nicht nur der alkoholischen Hopfenlimo froenen wollen, nur treibt man hier das Ganze auf die Spitze… und da ist gut so!
Die neuen Bourbon County Stouts sollen allesamt recht duenn geraten sein und in Europa eh nur durch Tausch oder hoffen auf die paar Shops, die ein paar Pullen ergattern und zu shizzledizzle Preisen feilbieten werden, zu ergattern dingens werden/sein/sollen/duerfen… dingsbums. Het Uiltje casket series is da shiat! Struise? Did anyone say STRUISE? Black Albert, Pannepot, Cuvee Delphine…, Nøgne Ø Dragonwort Stout, Noir De Dottignies…

Yeah, you can‘t teach an old dog… beer hunting… Bourbon County Stout… BCBS… it’s on!