Archiv für August 2011

Falafel-Teller im Habibi, Koeln.

Habibi Imbiß
Inhaber: Fuad Taih
Zülpicher Straße 28
50674 Köln
Nordrhein Westfahlen
Deutschland
Fon: +49(0)221 2 71 71 41

Internet: http://www.habibi-koeln.de
E-Mail: info@habibi-koeln.de

Begruesst wurde ich, direkt nach Oeffnung des Imbiss, von freundlichem Personal, bei dem ich den “Falafel-Teller” zum Preis von 5,50 Euro (vielleicht waren es auch 5,40 Euro) bestellte, der auch bereits 5 Minuten spaeter bereit stand. Das Besteck fand ich nach kurzem Suchen in einem
Bastkorb im Gaesteraum. Der Teller war gut belegt und allein von der Menge her schien mir der Preis angemessen zu sein. Auf dem Teller fand sich Tabboule, Tomate, Moehren, eine Peperoni, 5 oder 6 Falafelbaellchen, Hommos und Sosse. Zu meiner Ueberraschung gab es kein Brot.
Was mir als erstes auffiel, waren die 2 sehr grob geschnittenen Scheiben Tomaten, eher Viertel als Scheiben, dazu kamen die sehr langen Moehrenscheiben, die unter einer grossen Menge Sosse begraben, den Mittelpunkt des Tellers bildeten. Sowohl die Moehren als auch die Tomaten waren naturbelassen und wirklich sehr lieblos und unpraktisch geschnitten. Beides haette man viel feiner schneiden muessen. Die Moehren nicht so lang und die Tomaten in duennere Scheiben.
Das Tabboule, links auf dem Teller, machte optisch einen guten Eindruck. Es war sehr locker und mit reichlich Kraeutern durchsetzt. Beim ersten Probieren fiel auch sofort auf, dass es technisch gut zubereitet war, angemessenene Konsistenz, auch nicht zu Oelig. Allerdings hatte man auch hier wieder an Gewuerzen gespart. Weder schmeckte man die ansich sehr intensive Minze, noch liess sich die auf der Website des Betreibers ausgewiesene “Lust mit Gewürzen zu spielen” oder “experimentierfreudige arabische Küche” herausschmecken. Was ich hier vor mir hatte war ein ziemlich fades Tabboule, das mich das fehlende Brot nur noch mehr vermissen liess.
Den Namensgeber des Gerichts hatte ich mir noch aufgehoben. Die Falafelbaellchen, 5 oder 6 Stueck an der Zahl, waren auch wirklich “Baellchen”, in gaengiger Form und Groesse. Schon beim Zerteilen wurde klar, dass sie sehr schoen fritiert wurden. Aussen Knusprig und Innen eine gute gruene Farbe. Das Knusprige liess sich beim Probieren auch bestaetigen, der gute erste Eindruck vom Innenleben allerdings nicht. Es erscheint mir fast wie Hohn, wenn ich gerade noch mal diese Selbststilisierung auf der Website lese: “Die besonderen Rezepte mit exotischen Gewürzen sind mein Geheimnis. Ich wiege selbst die einzelnen Bestandteile zu meinen Gewürzmischungen. Vor allem für Falafel und Schawarma gibt es nichts vergleichbar leckeres in der Region.”
Die frischen Falafelbaellchen waren viel zu trocken. Fast hatte man das Gefuehl, hier wuerde mit herkoemmlichen Mehl gearbeitet. Auch die traditionellen Gewuerze, von den angepriesenen “exotischen” ganz zu Schweigen, waren ueberhaupt nichts zu schmecken. Was ich hier hatte, war ein wunderbar knuspriges Baellchen mit einer nicht naeher definierbaren Pampe als Fuellung.
Gebettet waren die Falafelbaellchen, so dachte ich zumindest, auf Hommos – ob es dies aber wirklich war oder vielleicht Baba Ganoush, woran die Konsistenz eher erinnerte, kann ich nicht abschliessend sagen. Was ich allerdings mit Sicherheit sagen kann: Auch diese Komponente war wieder sehr geschmacksneutral.
Mehr fand sich auf meinem Teller nicht und auch wenn da so einiges fehlte, war ich doch ganz froh darueber.
Die hohen, durch die Selbstbeweihraeucherung und vielen begeisterten Kommentare im Internet hervorgerufenen, Erwartungen an “Habibi” konnte zumindest der Falafelteller bei Weitem nicht erfuellen. Viel zu Lieblos wurde das Gemuese auf den Teller geklatscht. Alles war fad & ueberhaupt nicht exotisch gewuerzt und gerade deswegen bestelle ich den Falafelteller und nicht das Sandwich – ich moechte die vielen verschiedenen Gewuerze, Kraeuter etc. schmecken, mich aber auch von einer Vielzahl an Zutaten ueberraschen lassen, ob das diverse kleine Salate, frische Kraeuter, Dips, Sossen, Oele usw. sind.
In diesem Fall gilt leider, so wie das Essen roch, naemlich nach nichts, so schmeckte es auch!

Erwaehnt soll noch sein, dass zum Essen ein Tee angeboten wurde, den ich allerdings nicht probierte. Ausserdem gab es noch Bonbons, da gerade “Zuckerfest” sei.