Archiv für Dezember 2008

The Bellboy (Jerry Lewis)

3. THE BELLBOY by Jerry Lewis

Jerry Lewis‘ Debuet als Regisseur ist eine vom Studio eingeforderte Auftragsarbeit, als Gegenleistung dafuer, dass der Start von CINDERFELLA auf die Weihnachtszeit verlegt wurde. Tagsueber drehte (Regie, Drehbuch, Story) er und am Abend trat er im Nachtclub auf.
Der Film hat keine Story im eigentlichen Sinn. Zwar spielt sich fast alles im Hotel ab, doch sind es vielmehr aneinandergereihte Sketche, die keinen durchgaengigen Plot ergeben.
Lewis mimt auch hier bereits den zurueckentwickelten Looser (Stanley).
Gilles Deleuze hat gezeigt, dass „der Slapstick von Jerry Lewis seinen Ursprung im Musical [hat]. Sein Gang scheint dabei aus lauter mißglueckten Tanzschritten zu bestehen…“ Es ist auch wunderbar anzusehen wie Lewis versucht, einen grossen Koffer zu transportieren oder eine ganze Schar von Hunden Gassi zu fuehren, auch sein Kampf mit den Maschinen/Technik (den Telefonen am Emfpang), doch habe ich mich nie wirklich fuer diese Figur begeistern koennen.
In Hoechstform ist Lewis in einer Szene als er auf einen Fahrstuhl wartet, um einen Auftrag erfuellen zu koennen, der Lift allerdings nicht sofort da ist. Unter den Augen seines Vorgesetzten wird er zunehmend nervoeser, ruettelt an der Tuer, drueckt wild auf den Knoepfen, versucht die Tuer aufzustemmen – alles begleitet von einem mimischen Feuerwerk. Auch das faellt natuerlich unter die Figur des Verlierers, der versucht der Obrigkeit es recht zu machen, aber zum Scheitern verurteilt ist.
Meine Lieblingsszene ist die verordnete Beschaeftigtungstherapie („dafuer wird er 2 oder 3 Tage brauchen“), das Bestuhlen des Festsaals. Der riesige Saal in der Totalen und Stanley muss einmal quer durch, um zu den Raum mit den Stuehlen zu gelangen. Die Kamera bleibt in der Totalen (Plansequenz) und Stanley laeuft und laeuft und laeuft, muss mehrmals kurz innehalten, seinen Schritt veraendern/verlangsamen, um nach einer gefuehlten Ewigkeiten und zurueckgelegten Kilometern endlich an der Tuer zum Raum mit den Stuehlen anzukommen und sich dort vor Erschoepfung zuerst einmal an die Wand lehnen muss. Bei dieser Szene passt einfach alles! Es gibt auch noch ein paar andere sehr gute Aufnahmen, aber ein grosser Fan von Jerry Lewis werde ich wohl nie.

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The Merry Widow (Ernst Lubitsch)

(I‘ll keep posting short notes on the films of Frieda Grafes Top 30 List)

2. THE MERRY WIDOW by Ernst Lubitsch.

Lotte Eisner acknowledges that Lubitsch introduced “a new elemet into Expressionism and its love of depths: the play of light on fabrics, on the surface of the image” – with the bad copy i own it’s hard to tell if it applies to THE MERRY WIDOW as well. But no matter how poor the quality of my copy might be it can‘t be overlooked the mysterious “Lubitsch Touch” is in full effect here.
Gotta admit i‘m not a big fan of the story and in particular of the character of the merry widow. But Lubitsch turned that cliché love story into great film! There‘re a few wonderful scenes, perfectly timed, written and full of very funny interactions. The cast is just marvellous too! Maurice Chevalier (Count Danilo) with his charming accent delivers anstonishing perfomance.
Roger Fristone defined the “Lubitsch Touch” with “A subtle and souffle-like blend of sexy humor and sly visual wit” – that sums up THE MERRY WIDOW pretty well.
This is definitely a film one can watch over and over again. Pretty obvious why it became one of Grafes faves.

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Back with a bong! (Gentlemen Prefer Blondes by Howard Hawks)

Yesterday was the first day of my Frieda Grafe fest. The plan is to watch one of her fave films a day for the next month.

1. GENTLEMEN PREFER BLONDES by Howard Hawks

The starter and yeah, a perfect one. Haven‘t seen this great flick of Hawks in ages and fell in love with it from the very first scene on. That’s Hollywood the way i love it. This is made for the big screen, with big stars! A director who’s not shy of admitting he’s totally nuts. Songs, choreography and lighting – all just perfect! The scene where Marilyn Monroe is trying to escape through the bull’s eye is one of the loveliest & funniest ones i‘ve ever seen.

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